Roadtrip durchs Wendland

Das war die Tour

Die Tour als Übersicht

Zahlen, Daten Fakten

Länge der Tour ab Hitzacker ca. 65km. Wir haben die Tour mit dem Auto gemacht, aber es ist auch durchaus mit dem Fahrrad zu schaffen. Die Elbe bietet für eine ausgiebige Radtour die besten Gegebenheiten. Insgesamt haben wir auf dieser Tour 8 Mal gestoppt. Da man auf dem Bild nicht alles so gut sehen kann, habe ich sie Euch nochmal zusammengefast:

  • Stopp 1 Hitzacker
  • Stopp 2 Aussichtepunkt Kniepenberg
  • Stopp 3 Fahrt mit der Elbfähre von Neu Darchau nach Amt Neuhaus
  • Stopp 4 wunderschöne Kirche in Tripkau
  • Stopp 5 Binnendüne bei Klein Schmölen
  • Stopp 6 Festung Dömitz
  • Stopp 7 Softeis bei den Eispiraten in Dömitz
  • Stopp 8 Dömitzer Eisenbahnbrücke

Wer mir schon länger auf Instagram folgt, weiß, dass ich auch häufiger mal mit meinem Dad unterwegs bin. Da ich die ganzen letzten Ausflüge und Wanderungen geplant, war diesmal mein Dad dran mit Planen.

 

Ihm war relativ schnell klar, dass er mal nicht in den Harz möchte, sondern für uns sollte es diesmal ins Wendland gehen. Unser erster Halt war Hitzacker. Das letzte Mal waren wir vor über 15 Jahren in Hitzacker und das einzige an was ich mich erinnern kann ist, dass ich dort in der Elbe am Elbebadetag baden war, aber an die Stadt kann ich mich nicht mehr erinnern. Gestartet sind wir relativ früh bei meinen Eltern mit dem Auto und sind gegen 10 Uhr in Hitzacker eingetroffen. Wir haben etwas außerhalb geparkt, aber dafür kostenlos.Und schließlich sind wir ja beide gut zu Fuß.

Unsere Route durch Hitzacker

Stopp 1 Hitzacker

Angekommen am Parkpklatz ging unser Weg in Richtung Stadtinsel. Ja ihr habt richtig gelsen Stadtinsel! Mein Papa wollte aber nicht nur wegen der Altstadt nach Hitzacker. Nein sein Ziel war es auf Zwergenjagd zu gehen. Als ich das gehört hatte musste ich erst ein wenig Schmunzeln, habe mich dann aber mit der Geschichte hinter den Stadtzwergen von Hitzacker beschäftigt. Also stürzen wir uns gemeinsam in die Zwergenjagd.

Der Sage nach beherbergte der Weinberg, der sich oberhalb der Stadtinsel erstreckt, einst die Hitzacker Zwerge. Es sollen 15 an der zahl gewesen sein.

An der Brücke die in die Altstadt führt sind wir auch direkt auf die ersten Zwerge gestoßen. Denn wofür bietet sich so eine Brücke an, genau richtig zum Angeln uns so haben auch die Zwerge Karl und Thommes ihr Angel mit dabei und sitzen hier und Angeln. Die Zwerge stammen aus dem Atelier der Bildhauerin Beata Zwolanska-Holod. Mittlerweile gibt es 24 Zwerge in Hitzacker und mal gucken, ob wir alle finden.

Da wir leider am 1. Mai 2021 hier waren und die Touristeninformation geschlossen hatte, konnte wir uns keine Zwergenkarte holen. Beim nächsten Mal müssen wir das machen.

 

 

 
 
Die beiden Anglerzwerge

Nachdem wir also die ersten beiden Zwerge gefunden hatten, war bei uns das Zwergenfieber ausgebrochen! Jetzt hatten wir ja ein ungefähres Bild von der Größe der Zwerge und machten uns auf die Suche und so fanden wir unter anderem „Gelato“ den Eiszwerg, „Geisha“ die Japanzwergin, für meinen Papa „Velo“ den Radlerzwerg und was bei mir direkt Zahnschmerzen auslöste war „Denti“ der Zahnarztzwerg. Schließlich hatte „Denti auch einen ordentlichen Zahn gezogen.

Wir schlenderten durch die Altstadt und überquerten über eine Holzbrücke die Jeetzel, um zum Weinberg zu kommen.

Die beiden Anglerzwerge

Ja Richtig den Weinberg. Für die Elbregion ist es nicht unbedingt typisch, dass Wein angebaut wird, aber Hitzacker hat seinen eigenen Weinberg. Um auf den Weinberg zu kommen muss man ganze 164 Stufen nach oben steigen und hat dann einen wunderschönen Blick auf die Stadtinsel und die Flusslandschaft der Elbe.Am Fuße des Weinbergs haben wir auch noch einen Zwerg gefunden. Was für ein schöner Zufall.

Natürlich ist der Weinberg nicht so ertragreich, wie beispielsweise Weinberge in der Moselregion, aber ca. 50 Flaschen werden jährlich von diesem edlen Tropfen abgefüllt. Am 2. Sonntag im Oktober lädt die Weinkönigin und die Weinbergzwerge zum Weinlesefest ein. Ab 10 Uhr werden dabei die Trauben von den Weinbergzwergen geerntet. Mit so etwas hätte ich bei uns im Norden definitiv nicht gerechnet. Aber man lernt ja nie aus.

Bei unserem Abstieg vom Weinberg haben wir noch gedacht wir träumen, aber mitten vor uns brach ein Reh aus dem Unterholz und huschte in den nächsten Garten. Gerade für solche Begegnungen bin ich einfach so super gerne in der Natur. Wir suchten auf dem Rückweg zu Auto noch nach weiteren Zwergen, aber wir wollte ja noch einiges entdecken.

Der Aussichtsturm

Stopp 2 Aussichtspunkt Kniepenberg

Weiter ging es mit dem Auto zum Aussichtspunkt Kniepenberg über die Elbuferstraße. Allein die Fahrt dorthin war schon sehr abenteuerlich. Hoch und runter ging es und auch viele Radfahrer quälten sich die Berge hoch, da muss ich ja echt sagen Hut ab.

Unterhalb des Aussichtsturms am Kniepenberg ist direkt ein kostenloser Parkplatz .

Wir stellten das Auto ab und liefen zum Aussichtsturm. Der Kniepenberg mit seinen 86m über NN ist nämlich nochmal erhöht um einen  16m hohen Aussichtsturm. Auch hier haben wir wieder einen wunderschönen 360 Grad Blick über die Elbe und die Landschaft. Und so langsam wird das Wetter auch immer schöner…

 

Ganz schön hoch
Ich auf dem Aussichtsturm
Der Blick auf die Elbe

Stopp 3 Elbfähre Neu Darchau

Mit dem Auto ging es weiter nach Neu Darchau. Mit der Fähre sollte es auf die andere Seite der Elbe gehen. Endlich Schiff fahren! Wie gut, dass meine Mama nicht mit dabei ist, sie fährt nicht so gerne Schiff.

Man kann als Fußgänger, als Radfahrer oder aber ebene wie wir mit dem Auto übersetzen. Die Fahrt mit der „Tanja“ hat ca. 5 Minuten gedauert und hat insgesamt 6€ für Auto und uns beide gekostet.

Bisher ein wirklich günstiger Ausflug

Fähre "Tanja" in Neu Darchau
St. Marien Kirche Tripkau

Stopp 4 Kirche in Tripkau

Nachdem wir auf der anderen Seite der Elbe angekommen sind, wollten wir eigentlich durchfahren bis Dömitz, aber in Tripkau ist uns diese wunderschöne Fachwerkkirche ins Auge gesprungen, sodass wir doch noch einmal kurz anhalten musste.

Ich hatte bis hierhin noch nie eine Fachwerkkirche gesehen und war sehr erstaunt, dass in diesem kleinen Ort die Kirche sogar offen war und wir einen Blick hineinwagen konnten.

Nach der kurzen Besichtigung ging es dann aber ohne Umwege weiter nach Dömitz.

Stopp 5 Binnendüne bei Klein Schmölen

Naja ersteinmal fuhren wir durch Dömit durch um zur Binnendühne nach Klein Schmölen zu kommen. Mittlerweile haben wir Niedersachsen verlassen und sind in Mecklenburg Vorpommern angekommen.

Diesen Punkt auf unserer Route habe ich mir gewünscht und Papa war sofot begeistert.

Über die B 195 fahren wir auf die Lezener Straße und biegen nach rechts in die Dünenstraße ein. Hier ist die Qualiät der Straße leider nicht mehr ganz so gut. Wie biegen in den Ausbau nach links ab und fahren noch ein kleines Stück auf einer Art Feldweg und kommen an einer Wiese raus, auf der wir parken können. Da das ganze doch mehr als Abenteuerlich klingt habe ich für euch noch ein Bild, wo wir geparkt haben. Das rote X zeigt euch den Parkplatz. Mittlerweile ist es Mittag und einige Besucher sind hier und nutzen den Feiertag und das schöne Wetter.

Parkmöglichkeit Binnendüne Klein Schmölen
Der Aufstieg zur Binnendüne
Oben auf der Düne

Wir wandern als auch vom Auto los und die Düne hoch. Die ersten Meter sind noch ganz entspannt zu laufen, aber dann wird der Sand tiefer und es wird anstrengend. Und gefühlt habe ich jetzt schon einen Sandkasten in meinen Schuhe, aber für Barfuß laufen ist es mir doch noch zu frisch.

Vor uns laufen Familien mit Picknickkörben und auch wir haben unsere Wanderrucksäcke mit einer Brotzeit dabei. Oben angekommen finden wir eine Bank, die uns für unsere Pause perfekt erscheint.

Nach der Pause schlendern wir noch ein wenig durch die Düne und gehen am Fuß der Düne zurück zum Auto.

Festung Dömitz

Stopp 6 Festung Dömitz

Leider ist die Festung aufgrund der Coronapandemie und den geltenden Coronabestimmungen geschlossen gewesen und wir konnten nur einen Blick von außen auf die Festung werfen.Auch hier konnten wir nur unweit der Festung Parken. Da ich super gerne noch einmal die Finger in die Elbe halten wollte, um zu wissen, ob sie für mich schon Schwimmtemperatur hatten schlenderten wir noch runter an die Elbe. Aber die Elbe war auch noch ziemlich frisch, also ging es weiter.

Stopp 7 Eispiraten Dömitz

Wer viel unterwegs ist, der darf sich auch mal was gönnen. Und beim Suchen nach einer Wanderung in der Nähe von Dömitz hat mir Komoot doch was besonderes gezeigt. Einen Softeis-Laden in Dömitz. Papa und ich beschlossen also eine kurze Eispause einzulegen und weil Papa die Fähre bezahlt hat, habe ich Ihn zum Eis eingeladen. Manchmal kann ich eine ziemlich nette Tochter sein.

Das ist ein kleines Softeis
Eisenbahnbrücke Dömitz
Eisenbahnbrücke Dömitz
Auch hier kann man in unmittelbarer Nähe Parken

Stopp 8 Eisenbahnbrücke bei Dömitz

Wie häufig ich auf dem Weg von oder nach Prerow zu meinen Eltern hier vorbei gefahren bin und nie angehalten habe. Jetzt habe ich es endlich geschafft.

Früher war diese Brücke 986m lang und gehörte zu den längsten Strombrücken in Deutschland. Leider ist sie zu Teilen zerstört worden durch einen Luftangriff am 20.4.1945. Diese Eisenbahnbrücke gehörte zur Bahnlinie Wittenberge-Lüneburg.

In der DDR wurden später noch weitere Teile der Brücke abgebaut, sodass heute nur noch die Bastion am linken Elbufer bei Kaltehof auf niedersächsischem Gebiet mit 16 Bögen vorhanden ist. Die Brücke wurde damlas im Fachwerk Baustil erbaut. Mittlerweile befindet sich Brücke in Privatbesitz.

 

Da ich kurz vor dem Ausflug mir einen Lensball gekauft hatte, wollte ich damit auch ein Foto machen, bei Sonne keine so gute Idee. Es wird verdammt heiß an den Fingern und mein Dad hätte ihn fast fallen gelassen, aber ein Bild haben wir geschafft. Die Reste der Brücke sind ein super Fotomotiv und man sieht auch, wie sich die Natur mittlerweile in die Brücke integriert So wachsen die Bäume einfach zwischen den Bahntrassen durch. Für mich war das ein gelungener Abschluss des Roadtrips durchs Wendland.

Oben auf der Brücke

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Helena

    Sehr guter Beitrag mit tollen Bildern & guten Routenerklärungen ?

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